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Datum: 09.05.2022

Gelungener Auftakt für Kulturknotenpunkt

Ein professionelle Netzwerk für Kultur im ländlichen Raum

Unter großer Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und den verschiedenen Genres der Kultur sowie Kulturinteressierten, wurde am vergangenen Samstag der offizielle Auftakt für den Kulturknotenpunkt Ost gegeben.

Dr. Philipp Salomon-Menger,  stellvertretender Referatsleiter für Kulturentwicklung und Religionsangelegenheiten im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, eröffnete die Veranstaltung und hob in seiner Rede die Bedeutung und die Erfolgsgeschichte der Kulturknotenpunkte in Schleswig-Holstein hervor, deren Konzept zwischenzeitlich Vorbild auch für ähnliche Strukturen in anderen Bundesländern geworden ist. Er gratulierte und dankte der KulTour Oldenburg in Holstein gGmbH, die für die nächsten fünf Jahre in Verantwortung und für die inhaltliche Ausgestaltung des Kulturknotenpunktes Ost steht und damit für die Vernetzung der Kulturarbeit im ländlichen Raum der Kreise Plön und Ostholstein.

Die vor einigen Jahren ins Leben gerufenen Kulturknotenpunkte in Schleswig-Holstein sind Teil des Kulturkonzeptes des Landes Schleswig-Holstein („Kulturperspektiven Schleswig-Holstein“), das den Erhalt und die Absicherung der kulturellen Infrastruktur, insbesondere im ländlichen Raum, vorsieht. Kulturknotenpunkte werden vom Land finanziell mit derzeit 40.000 € pro Jahr unterstützt. Sie werden bei bestehenden, professionell geführten Einrichtungen mit kulturellem Bezug und Erfahrung in der Vernetzungsarbeit angesiedelt. Landesweit gibt es sieben Knotenpunkte. Die Koordination des Netzwerks erfolgt durch den Landeskulturverband Schleswig-Holstein e.V.

Das Konzept stellt die Vernetzungs- und Beratungstätigkeit in den Mittelpunkt. Ziel ist eine Lösungsfindung für die individuellen Fragestellungen in Kunst und Kultur. Das Team in Oldenburg in Holstein, Heike Müller und Mirko Franck, möchten Strukturen und Rahmenbedingungen schaffen, um unterschiedliche kulturelle Entwicklungsprozesse in den lokalen Kulturnetzwerken der beiden Kreise zu ermöglichen. Wichtig ist es den Verantwortlichen des Kulturknotenpunktes Ost über das Beratungsangebot zu informieren.  Gleichzeitig bitten sie um Unterstützung beim Aufbau einer Adressdatenbank, die mit weiteren Informationen und Kontaktdaten im Internet unter www.kultour-oldenburg.de bereitgestellt wird. Die Datenbank soll das kulturelle Angebot widerspiegeln, also konkret Künstleradressen beinhalten, das künstlerische Angebot in den unterschiedlichen Genres aufzeigen, aber auch Kulturinteressierte über die kulturelle Vielfalt informieren.

Die Eröffnungsveranstaltung war nicht nur sehr gut besucht, sondern spiegelte durch die unterschiedlichen Besucherinnen und Besucher sowie das besondere Programm die kulturelle Vielfalt Ostholsteins und Plöns wieder. So waren Vertreterinnen und Vertreter der Landes-, Kreis- und Kommunalpolitik ebenso zu Gast, wie Kolleginnen und Kollegen aus der Kulturarbeit sowie Kunstakteure bzw. Künstlerinnen und Künstler. Stellvertretend für den Bereich des Kreises Plön sprach auch Mathias Wolf sich als ehrenamtlicher Kulturbeauftragter für einen über politische Grenzen hinaus gehenden Kulturraum Ostholstein – Plön aus, gestaltet von den Akteuren aus Kunst und Kultur.


Schon der Auftakt zeigte einen bunten Blumenstrauß der Kulturarbeit. So fand die Eröffnung im Rahmen der von 17 Künstlerinnen und Künstlern gestalteten Gemeinschaftsausstellung „Farbe bekennen“ und der von Roland Willaert initiierten Aktion für den Frieden statt. Besonderen Anklang fand der klassischer Rappmusiker YUNUS, der mit eigenen Rappkompositionen, Bratsche und seinem Bekenntnis zur Schallplatte das Publikum begeisterte.     

Aufgrund der sehr positiven Resonanz, wird die Benefizausstellung „Farbe bekennen“ übrigens bis zum 28. Mai 2022 verlängert. Bis dahin wird sie dienstags bis freitags von 11 – 17 Uhr und samstags von 10 – 14 Uhr in den Räumen Schuhstraße 8 am Pumpenplatz in Oldenburg in Holstein zu sehen sein. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen sowie Kontaktdaten zum Kulturknotenpunkt gibt es unter www.kultour-oldenburg.de.





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