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Bürgermeister-Blog

Seit dem 01. Januar übe ich das Amt des Bürgermeisters in unserer Stadt aus. Auf unserem Neujahrsempfang habe ich angekündigt, dass ich Sie regelmäßig über wissenswerte und interessante Vorkommnisse in Oldenburg in Holstein informieren werde.

Sie sollen aus erster Hand erfahren, wenn es Erfreuliches, aber auch weniger Erfreuliches zu berichten gibt. Mir ist daran gelegen, dass Sie die Informationen bekommen, die meines Erachtens wichtig für Sie sind. Sie sollen nachvollziehen können, was in Ihrer - in unserer Stadt - vor sich geht.

Es ist ein Versuch und deshalb freue ich mich über Rückmeldungen und konstruktive Kritik.

Herzliche Grüße

Ihr

Jörg Saba

Informationen vom 10. Juli 2020

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Inklusion ist immer ein Thema. Aber was bedeutet das Wort eigentlich ? Inklusion bezeichnet die selbstverständliche und uneingeschränkte Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung an der Gesellschaft. Die Bundesrepublik hat sich mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 zu diesem Ziel bekannt. Vom Bekenntnis zur Realisierung ist es aber ein weiter, steiniger Weg. Das gilt auch für den kommunalen Bereich. Oldenburg hat mit Martina Scheel eine engagierte und kompetente Behindertenbeauftragte, die sich ehrenamtlich für die Interessen der Menschen mit Beeinträchtigung einsetzt. Die Stadtverordnetenversammlung hat vor einigen Jahren einen Aktionsplan Barrierefreiheit verabschiedet und sich damit ebenfalls zur Inklusion bekannt. Außerdem ist Oldenburg schon seit Jahren als Kooperationspartner in verschiedenen regionalen Inklusionsprojekten vertreten. Aktuell heißt das Projekt "Ostholstein - wir alle gemeinsam auf dem Weg zur Inklusion". 6 Kommunen und der Kreis Ostholstein arbeiten gemeinsam daran, dass die Inklusion in Ostholstein voranschreitet. In dieser Woche habe ich an der Sitzung der Lenkungsgruppe teilgenommen. Unter anderem wurden gute Beispiele aus der Region aufgeführt und diskutiert. In Oldenburg gibt es seit kurzer Zeit zwei Fahrrad-Service-Stationen (Rathausvorplatz und vor der Stadtbücherei). Wenn Sie sich die Stationen ansehen, werden Sie feststellen, dass auf der Station drei Piktogramme zu sehen sind. Ein Fahrrad, ein Kinderwagen und ein Rollstuhl. Da ist exemplarisch für Inklusion. Barrierefreiheit ist unerlässlich für 10 % , wichtig für 40 % und ein Komfortfaktor für 100 % der Bevölkerung. Inklusion und Barrierefreiheit ist gut für uns alle ! Weitere gute Beispiele aus Oldenburg sind das Theaterfestival "TAI - Theater all inklusiv" und der barrierefreie Spielplatz im Wallmuseum. Sicherlich gibt es noch mehr gute Beispiele, es sind dennoch noch immer zu wenig. Es gilt also weiter an diesem Thema dran zu bleiben. Das Projekt vergibt auch ein Gütesiegel. Wer also bestimmte Kriterien der Barrierefreiheit erfüllt, bekommt dieses Zertifikat zugesprochen und darf es verwenden. Das betrifft Unternehmen, Vereine und Verbände, Selbständige etc.. Mein Ziel ist es, dass Oldenburg in den nächsten 6 Monaten mindestens 5 Gütesiegel erhält. Unsere Stadtmanagerin wird diesbezüglich sicherlich noch Öffentlichkeitsarbeit betreiben und Sie informieren. Sie können sich aber auch auf der Homepage des Projektes (www.ostholstein-wir-alle.de) informieren.

In dieser Woche wurde bekannt, dass der Verkauf der Sana Kliniken Ostholstein an Ameos endgültig vom Tisch ist. Nach einer zweijährigen Hängepartie steht nun fest, dass Sana die Kliniken in Ostholstein weiter betreiben wird. Es freut mich besonders für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass sie nun Sicherheit über die Zukunft ihres Arbeitsplatzes haben. Es bleibt aber abzuwarten, wie die Sana Kliniken Ostholstein sich nun aufstellen werden. Vorrang hat sicherlich die unaufschiebbare Sanierung der Eutiner Klinik mit einem Investitionsvolumen im oberen zweistelligen Millionenbereich. Aber auch die Zukunft der Inselklinik auf Fehmarn und der Klinik in Middelburg wird sicherlich zu verfolgen sein. Für die Region wäre der Verlust der Kliniken ein herber Schlag. Aus meiner Sicht ist der Oldenburger Standort sicher. Sowohl Sana als auch das Ministerium haben stets bekräftigt, dass die Klinik in Oldenburg nicht zur Disposition steht. Ein Indiz dafür ist auch, dass Sana in den vergangenen Jahren massiv in den hiesigen Standort investiert hat. Zuletzt 1, 8 Millionen Euro in den Umbau zur zentralen Notaufnahme. Insofern können wir beruhigt - aber dennoch wachsam - in die Zukunft blicken.

Abschließend möchte ich noch auf eine App hinweisen. Dorffunk SH ist eine digitale Kommunikationszentrale in der jeweiligen Region. Bürgerinnen und Bürger können dort ihre Hilfe anbieten, Gesuche einstellen oder einfach nur miteinander schnacken. Gerade in der jetzigen Zeit merken wir, wie wichtig digitale Plattformen sind. Die App ist kostenlos und entspricht allen datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Weitere Informationen finden Sie unter www. sh.digitale-doerfer.de

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Wochenende, einen schönen Urlaub und schöne Ferien.

Herzlichst

Jörg Saba

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