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Grundsteinlegung Schulcampus

Ein wichtiger Meilenstein ist erreicht: Am neuen Oldenburger Schulcampus ist der Grundstein gesetzt.

In den kommenden Jahren wird sich der ehemalige Sportplatz in der Adolf-Friedrich-Straße zu einem modernen Bildungsstandort entwickeln. Auf dem Campus werden ein Fachklassentrakt, ein Gebäudekomplex für die Gemeinschaftsschule Wagrien und eine 4-Felder-Sporthalle neu errichtet. Das Hauptgebäude des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums wird abschließend in einem weiteren Bauabschnitt kernsaniert. Nach Fertigstellung des Bauprojekts werden auf dem neuen Campus rund 1.000 Schüler*innen beschult werden.

Im Rahmen der Grundsteinlegung begrüßt die Stadtverwaltung rund 90 Gäste. Zu den Teilnehmer*innen zählen die Bundestagsabgeordneten des Kreises Ostholstein Bettina Hagedorn (SPD) und Ingo Gädechens (CDU). Der Kreis Ostholstein ist vertreten durch den stellvertretenden Landrat Timo Gaarz. Weiterhin sind die am Projekt beteiligten Gewerke, Architekten, Planer, Anwohner*innen der Baustelle, die Mitglieder der Stadtverwaltung und Vertreter*innen der Selbstverwaltung sowie Schüler- und Elternvertreter anwesend.

Durch den formellen Teil führt Bürgervorsteherin Susanne Knees. Den Anfang macht Oldenburgs Bürgermeister Jörg Saba, von dem es wie folgt heißt:

„Ich freue mich, dass wir mit der heutigen Grundsteinlegung einen weiteren großen Schritt in Richtung neuer Schulcampus erreichen konnten. Mit Fertigstellung der Baumaßnahmen wird Oldenburg einer der modernsten Schulstandorte in der Region sein, der Kindern und Jugendlichen zeitgemäßen Unterricht in modernen Räumlichkeiten ermöglicht. Darüber hinaus wertet das Projekt Oldenburg als Wohnort für Familien deutlich auf“.

In die Reihe der Redner reiht sich weiterhin Nils Dethlefs von der ausführenden Firma PPP Architekten und Stadtplaner GmbH ein. Gefolgt von den Schulleitern Andreas Kröhl (Wagrienschule) und Knut Volkens (stellvertretender Schulleiter Freiherr-vom-Stein-Gymnasium).

Als Erinnerung für nachfolgende Generationen wird eine kleine Kapsel, befüllt mit Zeitdokumenten, in der Sohle des Bauwerks versenkt. Nach alter Tradition werden eine Tageszeitung, Fotos der Stadt Oldenburg in Holstein, Bauzeichnungen und aktuelle Ausgaben der Schülerzeitungen der jeweiligen Schulen in die Kapsel gelegt. Anschließend wird die Kapsel vor Ort verlötet und durch die Hauptprotagonisten der Veranstaltung eingemauert.

Baufortschritt

Seit dem ersten Spatenstich im Januar 2022 ist auf dem Baufeld einiges passiert. Viele Kubikmeter Erde wurden bewegt, Entwässerungssysteme gesetzt, Grundleitungen gelegt und die Streifenfundamente für den Fachklassentrakt gegossen. Durch diese Arbeiten werden die Grundrissdimensionen der Neubauten sichtbar und auch der zentrale Platz, von dem aus zukünftig die Schüler*innen und Lehrkräfte der Wagrienschule und des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums ihre jeweiligen Schulen erreichen. Hier entsteht ein Begegnungsort, der alle Schüler*innen und Lehrkräfte zum Leben und Lernen einlädt.

Das Campusgelände wird als offenes Gelände gestaltet, das aus allen vier Himmelsrichtungen erreichbar sein wird. Es integriert sich als offener Ort für alle Bürger*innen Oldenburgs. Dass der Campus nicht nur gemeinsamer Lebens- und Lernort für die Kinder und Jugendlichen der beiden Schulen sein wird, sondern sich für alle Bürger*innen der Stadt öffnet, zeigt sich auch in der Kombination des städtischen Theaters mit der Aula des Gymnasiums und in der 4-Felder-Sport¬halle, die über den Schul- und Vereinssport hinaus auch für Veranstaltungen unterschiedlicher Art genutzt werden kann und damit ein Ort der Begegnung sein soll. Nach Fertigstellung des Campus wird auch die Grundschule Am Wasserquell neue Räumlichkeiten erhalten. Zukünftig werden somit alle Oldenburger Schulen in städtischer Trägerschaft mit modernen Räumen für zeitgemäße Bildung stehen. Aktuell befindet sich das Projekt in der Ausschreibungs- und Bauausführungsphase. „Bislang haben wir 40% der Bauleistungen ausgeschrieben und fast 30 % vergeben“, erläutert Christina Bonke, Bauamtsleiterin der Stadt.

Aufgrund der aktuellen Weltmarktlage mit ihren gestörten Lieferketten sind die Zeit- und Kostenrisiken für die Bauherren im Moment außergewöhnlich hoch. Das städtische Bauamt und sein Planungsteam begegnen diesen Risiken aktiv u.a. durch Anpassung der Vergabestrategie und der Vertragsbedingungen. „Beispielsweise schreiben wir bei kritischen Materialien mit der sogenannten Stoffpreisgleitklausel aus“, erklärt Bonke. „Das bedeutet, dass die Materialkosten für ausgewählte, einzelne Baustoffe einer Indexierung unterliegen. Eine Vergabe mit Stoffpreisgleitklausel dient dazu, vor dem Hintergrund hoch unsicherer Märkte, überhaupt Angebote zu erhalten, die für beide Seiten – Auftraggeber und Auftragnehmer – fair sind und bleiben.“


Investition

Weil die Auswirkungen der gestörten Lieferketten für das Projekt noch nicht konkret fassbar sind, steuert die Stadtverwaltung weiterhin auf die bislang formulierten Fertigstellungsziele zu: Der erste Bauabschnitt – zu dem der Neubau des Fachklassentrakts, die Gemeinschaftsschule sowie die große Sporthalle gehören – soll voraussichtlich Ende 2024 fertiggestellt werden. Die Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts, der die Sanierung des Gymnasiums beinhaltet, ist für Ende 2026 geplant. Der Neubau und die Sanierung für die Grundschule, die den dritten und somit letzten Bauabschnitten darstellen, werden voraussichtlich Ende 2028 abgeschlossen sein. Die Investitionskosten für den 1. und 2. Bauabschnitt belaufen sich – gemäß Kostenberechnung – auf 48,9 Millionen Euro. Davon erhält die Stadt Oldenburg in Holstein Zuwendungen in Höhe von 11,2 Millionen Euro.

Förderungen

Gefördert wird die Baumaßnahme aus dem Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur, aus dem Landesprogramm zur Umsetzung des Schulbau- und Schulsanierungsprogramms IMPULS 2030 sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie als „Bundesförderung für effiziente Gebäude“.

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