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Sinfonische Klänge am 25. April in Oldenburg in Holstein

Das Kreiskammerorchester Ostholstein musiziert mit neuem Dirigenten

Am Donnerstag, 25. April 2024 erwartet die Zuhörer um 20.00 Uhr ein interessantes Konzert auf der Bühne des städtischen Theaters Oldenburg. Die Leitung hat der junge Musiker Maximilian Busch, der das Orchester seit Beginn dieses Jahres leitet. Er studierte zunächst Musik und Geographie für das höhere Lehramt. Als klassischer Pianist beschäftigte er sich auch intensiv mit Musik aus den Bereichen Jazz, Rock und Pop. Seit Oktober 2021 folgte ein Studium Orchesterdirigieren in der Klasse von Prof. Eiji Oue in Hannover. Er ist ein gefragter Klavierbegleiter, Pianist sowie Orchestermusiker und Dirigent. Seit Anfang 2024 hat er außerdem die künstlerische Leitung eines Jugendsinfonieorchesters im Raum Hamburg.

Zu Beginn ertönt die Ouvertüre zur Oper „Die Zauberflöte“ von W.A. Mozart. Am 30. September 1791, kurz vor Mozarts Tod, wurde seine Oper uraufgeführt. Gerade in jener Zeit hatte der Komponist zahlreiche Rückschläge erlitten. Seine Gesundheit war angegriffen und seine finanzielle Lage war alles andere als glücklich. So mag es sicher erstaunen, dass Mozart in seiner wenig beneidenswerten Situation solch heitere Musik zu schreiben imstande war. Darüber hinaus ist die gesamte Komposition ein tiefsinniges Aufgreifen von Themen rund um die Ideen der Aufklärung, seiner Verbindung zu den Freimaurern und zeigt vor allem seine kompositorische Kunst der Fuge. Der Musikwissenschaftler Alfred Einstein urteilte über Mozarts Komposition „...die ebenso ein Kind entzücken wie den Erfahrensten der Menschen zu Tränen rührt“.

Die Musikwissenschaft bezeichnet die Jahre 1772 bis 1778 „die große Zeit des Geigers Mozart“, als er Konzertmeister der Salzburger Hofkapelle wurde. Seine fünf Violinkonzerte entstanden denn auch zwischen 1773 und 1775. Das schönste Zeugnis dieser Hochphase von Mozarts Violinspiel ist das A-Dur-Konzert, KV 219. Es ist das längste und auch das melodisch interessanteste, sowie im Orchesterklang das reichste seiner Violinkonzerte. Die Kritik dieses Konzertes spricht u.a. von „elektrisierender Spannung“ im Orchesterklang und „jubelndem Thema“ in der Sologeige. Auch der Wechsel in verschiedene Tonarten (A-Dur über E-Dur bis A-Moll) macht dieses Konzert zu einem besonderen Hörerlebnis. Abschließend präsentiert das Kreiskammerorchester die 3. Sinfonie von Franz Schubert. Hier entsteht hörbar die Verbindung zu seinen großen Vorbildern Josef Haydn und W. A. Mozart.

Diese Sinfonie entstand für ein Liebhaberorchester unter der Leitung des Geigers Josef Prohaska; Schubert, damals erst 20 Jahre alt, spielte in diesem Orchester die Bratsche. Es wird vermutet, dass die erste Aufführung der Sinfonie im privaten Rahmen durch Prohaskas Orchester stattfand. Die erste öffentliche Aufführung fand erst 1881 in London statt. Schubert macht es zuerst einmal spannend. Mit den ersten Klarinettentönen wird dann aber sofort klar: Hier folgt ein heiteres, leichtes und unterhaltsames Stück. „Das Stück ist voller Leben, voller Licht, voller rhythmischem Schwung. Aber man erkennt selbst in diesem Jugendwerk schon den Schubert-Stil“, sagt der Dirigent Pablo Heras-Casado.

Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit der KulTour Oldenburg in Holstein gGmbH und wird unterstützt vom Kulturknotenpunkt Ost. Karten gibt es im Vorverkauf in der Stadtbücherei Oldenburg, in der KulTour (04361 5083910) sowie online im Ticketshop auf www.kultour-oldenburg.de .


15.04.2024 
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