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Offener Brief des Oldenburger Bürgermeisters

Liebe Oldenburgerinnen und Oldenburger,
liebe Leserinnen und Leser,

seit etwas mehr als einer Woche sind die Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus in Kraft. Viele Geschäfte durften unter gewissen Auflagen wieder öffnen. Ab dem 4. Mai sollen die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen 2020/21 wieder den Unterricht aufnehmen.
Wir alle sollten dennoch nicht glauben, dass wir die Krise bereits weitestgehend überwunden haben. Auch wenn die Zahl der im Kreis Ostholstein mit dem Virus Infizierten vergleichsweise niedrig ist, gibt es keinen Grund zur Entspannung.
Wir müssen uns weiterhin an die bestehenden Kontaktbeschränkungen halten und die Hygienevorschriften beachten, wenn wir den bestehenden Zustand nicht gefährden wollen.
Ab dem 29. April gilt vorläufig bis zum 31. Mai die Pflicht, beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr, eine Bedeckung für Nase und Mund zu tragen.
In der Öffentlichkeit wird darüber diskutiert, ob diese Maßnahme nicht zu weit geht und ob das tragen einer Maske überhaupt schützt und sinnvoll ist.
Gerne wird in diesem Zusammenhang auch auf die Einschränkung unserer Grundrechte verwiesen.
Ich möchte die Frage anders stellen. Schadet es mir, wenn ich in gewissen Situationen eine Nase-Mund-Bedeckung trage ? Die Antwort ist simpel. Nein, es schadet mir nicht. Es ist vielleicht unbequem, aber durchaus auszuhalten.
Auf der anderen Seite schützt die Bedeckung zwar nicht mich, sehr wohl aber die Personen, zu denen ich nicht den erforderlichen Abstand von 1, 5 Metern halten kann. Und darum geht es im Moment ! Es geht nicht um mich, es geht um uns !
Wir alle wünschen uns, dass wir schnellstmöglich wieder zur Normalität zurückkehren können. Ich bin überzeugt davon, dass wir dieses Ziel nur erreichen, wenn wir uns alle an das halten, was uns die Experten empfehlen.
Machen Sie also weiter wie bisher. Unser Erfolg hängt von der Disziplin jedes Einzelnen ab.
Für die Eltern unter Ihnen wünsche ich mir, dass kurzfristig ein Konzept für die Öffnung der Kitas erarbeitet wird. Die Öffnung von Geschäften und Unternehmen bedeutet auch, dass es ausreichend Kinderbetreuungsplätze für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geben muss. Aus meiner Sicht hat die Lösung dieses Problems im Moment die höchste Priorität und ich verlasse mich darauf, dass die Verantwortlichen hier schnell handeln.

Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie gesund bleiben. Versuchen Sie bei aller Sorge auch weiterhin positiv zu denken und das Beste aus der Situation zu machen.

Jörg Saba
Bürgermeister

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