Informationen vom 18. Dezember 2025
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
bis zum Heiligabend dauert es nur noch 6 Tage und die Vorweihnachtszeit nähert sich ihrem Höhepunkt.
Ein Höhepunkt ist seit einigen Jahren der Lichterzauber der Landwirte. Ein Korso von 80 Fahrzeugen zieht am kommenden Sonntag ab 16:30 Uhr vom Voßberg durch die Stadt und versammelt sich dann gegen 18:30 Uhr auf dem Marktplatz. Organisiert wird das ganze seit 5 Jahren von dem Landwirt Timon Behnke. Längst sind es nicht nur Landwirte, die ihre Fahrzeuge festlich geschmückt und beleuchtet auf die Straßen unserer Stadt bringen. Unternehmen, die Freiwillige Feuerwehr, die Kommunalen Dienste und viele mehr beteiligen sich an diesem fantastischen Schauspiel. Das ganze wird mit der Spende für einen guten Zweck verbunden. In diesem Jahr soll der Kindergarten "Hafenkinder" in Heiligenhafen unterstützt werden. Wie immer werden Hunderte Menschen die Straßen säumen und sich an dem herrlichen Anblick der illuminierten Fahrzeuge erfreuen.
Ein (kommunalpolitischer) Höhepunkt ist auch die letzte Stadtverordnetenversammlung im Kalender. Insbesondere, weil dort üblicherweise auch über den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr entschieden wird. Für mich persönlich war es auch ein Höhepunkt. Nach der gewonnenen Bürgermeisterwahl am 22. Juni wurde ich vom Ersten Stadtrat zum Bürgermeister unserer Stadt für die Zeit vom 1. Januar 2026 bis zum 31. Dezember 2031 ernannt. Die Bürgervorsteherin nahm mir anschließend den Amtseid ab. Ich freue mich sehr darüber, dass mir mit so überwältigender Mehrheit das Vertrauen erneut ausgesprochen wurde und ich nun dieses besondere Amt 6 weitere Jahre ausüben darf. Das ist ein großen Privileg, welches natürlich auch mit großer Verantwortung einhergeht. Dessen bin ich mir sehr bewusst. Ich werde auch weiterhin gemeinsam mit meinem Team mein Bestes geben und bin mir sicher, dass wir in den kommenden 6 Jahren noch einiges bewegen können.
In der Stadtverordnetenversammlung wurde der Haushalt 2026 mit großer Mehrheit ohne Gegenstimmen beschlossen. Sowohl der Selbstverwaltung als auch der Verwaltung ist natürlich bewusst, dass die Finanzsituation nicht rosig ist. Fakt ist aber auch, dass dieses nicht hausgemacht ist, sondern strukturelle Ursachen hat. Die Finanzierung der Kommunen ist insgesamt nicht auskömmlich, betrachtet man die Aufgaben, die wahrgenommen werden müssen. Welche Kommune unserer Größe kann als verantwortlicher Schulträger Schulbauten aus ihren laufenden Einnahmen finanzieren ? Mir fällt keine ein. Wir müssen aber investieren, um die Zukunft unserer Stadt - nicht nur als Schulstandort - zu sichern. Die große Herausforderung ist also in den kommenden Jahren, die Handlungsfähigkeit zu behalten. Es muss weiterhin investiert werden, aber gleichzeitig muss jedem bewusst sein, dass nicht alle Wünsche umsetzbar sind. Bislang waren sich Verwaltung und Selbstverwaltung meistens einig und ich bin zuversichtlich, dass wir auch im kommenden Jahr gute Lösungen finden werden.
Beschlossen wurden auch die Auslobensunterlagen für den Realisierungswettbewerb "Neue Mitte zwischen Pumpenplatz und Wall". Im September des kommenden Jahres wird dieser Wettbewerb durchgeführt und dann werden wir Ergebnisse haben, die hoffentlich in sichtbare Maßnahmen zur Attraktivierung der Innenstadt führen werden. Denn dazu dient die Beteiligung am Städtebauförderungsprogramm schließlich. Es bleibt dann nur zu hoffen, dass das Land Schleswig-Holstein sich nicht völlig aus der Finanzierung zurückzieht, was sie faktisch schon getan hat. Denn sie hat ihren Finanzierungsanteil einfach den Kommunen aufgebürdet und kürzt deshalb die Mittel nach dem Finanzausgleichsgesetz (FAG). Aber im Jahr 2027 sind ja Landtagswahlen und es würde mich nicht überraschen, wenn man in Kiel seine Position deshalb noch einmal überdenkt.
Beschlossen wurde auch, dass wir am Interessenbekundungsverfahren für das Bundesprogramm " Sanierung kommunaler Sportstätten" teilnehmen. Gleich mit 2 Maßnahmen wollen wir uns um Finanzmittel bewerben. Einerseits geht es um die Sanierung der Blain-Halle, die aus den 70er Jahren stammt und in Bezug auf die Lüftung und die Energieeffizienz Sanierungsbedarf hat. Auch die Sportanlage am Schauenburger Platz muss in vielen Bereichen modernisiert werden. Deshalb gehen wir mit einem Gesamtpaket für diese Sportanlage ins Rennen. Im Bundesprogramm stehen erst einmal rd. 333 Millionen Euro zur Verfügung. Es ist anzunehmen, dass dieses Programm schnell überzeichnet werden sein wird. Wir nutzen jedoch alle unsere Möglichkeiten und Kontakte, um vielleicht doch zum Zuge zu kommen.
In der Verwaltung kümmern wir uns aktuell darum, dass die Offene Ganztagsschule ab dem kommenden Schuljahr im ehemaligen Kükenstall des Gymnasiums untergebracht werden kann. Wir befinden uns im Zeitplan und ich denke, wir werden den Umzug fristgerecht hinbekommen. Damit endet dann auch der unbefriedigende Zustand an der Grundschule am Wasserquell. Nicht nur die Raumnot, sondern auch der aufwendige Transport der Kinder von der Grundschule zur Wagrienschule hat ein Ende. Mein besonderer Dank geht an das DRK, welches uns durch ihren Fahrdienst extrem geholfen hat. Ohne diese Hilfsbereitschaft wären wir in einer echten Notlage gewesen. Wir wissen diese Unterstützung sehr zu schätzen.
Mit dem letzten Bürgermeister-Blog in diesem Jahr werde ich mich zwischen den Feiertagen noch einmal bei Ihnen melden.
Bis dahin wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest !
Bleiben Sie gesund !
Herzlichst
Jörg Saba