Inklusion
Behindertenbeauftragte der Stadt Oldenburg in Holstein
Beratung für behinderte Menschen
Liebe Oldenburger Mitbürgerinnen und Mitbürger,
viele von uns sind von Anfang an oder durch einen Schicksalsschlag mit einem persönlichen Handicap (oder mehreren) konfrontiert. Es ist nicht nur eine Einschränkung, sondern auch eine Herausforderung, der wir uns stellen sollen. Auf diesem Weg gibt es viele Fragen und Hindernisse, die es aus dem Weg zu räumen gilt.
Ihre Martina Scheel
Nachbericht
Ein Tag, der bewegt und verbindet – der 2. Ostholsteiner Tag der Inklusion in Oldenburg in Holstein am 10. Oktober 2025
Kürbissuppe unter freiem Himmel ausgeben? Offiziell nicht gestattet. Schnell war ein Zelt besorgt. Diese Mischung aus Teamgeist, Mut und Improvisation prägte den 2. Ostholsteiner Tag der Inklusion, der am Freitag, den 10. Oktober 2025 rund 500 Menschen zur neuen barrierefreien Mehrzweckhalle am Oldenburger Schulcampus lockte. Mit Kultur, Infoständen, Kuchentafel, Spiel- und Mitmachaktionen wurde das Gebäude zu einem bunten Erfahrungsraum für Teilhabe und Begegnung. Draußen gab es Suppe, Waffeln und alkoholfreie Cocktails.
Schon am Vormittag trafen sich zahlreiche Fachkräfte, Engagierte und Interessierte aus dem Kreisgebiet zum „Netzwerktreffen Inklusion“. Beim wechselnden „Fünf-Minuten-Miteinander“ kamen sie ins Gespräch über Herausforderungen, Erfolge und Zukunftsvisionen. Themen waren unter anderem Freizeit, Ausbildung, Beruf, die Beteiligung junger Menschen in Vereinen und der barrierefreie Ausbau öffentlicher Räume. Viele wünschten sich, dass Inklusion im Kreis noch stärker strukturell verankert und als Querschnittsaufgabe verstanden wird.
Am Mittag öffnete das „Event für alle“. Familien, Kinder, Jugendliche und Seniorinnen kamen, spielten, lachten und probierten Neues aus. Es wurde gekickt, geworfen, geturnt, gebastelt und mit allen Sinnen gefühlt. Im Kulturraum spielte die Inklusionsband unMöglich 2.0. Behindertenrechtler Ottmar Miles-Paul stellte mit seiner blinden Leseassistentin Sabine Lohner den Roman "Zündeln an den Strukturen" vor und sprach mit Gästen. Das Ensemble des Theaters der Begegnung zeigte, wie nah Humor, Einfallsreichtum und Nachdenklichkeit in der Inklusion beieinanderliegen. Beide Vorstellungen wurden von Gebärdensprachdolmetscherinnen begleitet.
Ein besonderer Hingucker im Foyer war das große Wimmelbild der Hamburger Illustratorin Katrin Werbeck – eine visuelle Zusammenfassung vieler Aktionen und Angebote in beiden Hallenteilen. Besucherinnen und Besucher konnten ihre Gedanken zu Inklusion mit Stiften, Zeichnungen und Symbolen darunter ergänzen. So entstand im Laufe des Tages eine lebendige Collage, die zeigte, was Inklusion in Ostholstein bedeutet: Vielfalt, Bewegung, Miteinander, Hinterfragen.
Organisiert wurde alles von einem Team um Martina Scheel, Behindertenbeauftragte der Stadt Oldenburg, und Sebastian Bertram von der Plattform Inklusive Jugendarbeit Ostholstein (KJN Neustadt in Holstein). „Auf den letzten Metern war noch vieles zu tun und zu bedenken“, so Scheel. „Aber die Hilfsbereitschaft war groß – so geht Inklusion.“ Bertram ergänzte: „Ein riesiges Dankeschön an alle, die mitgeplant, aufgebaut, gebacken, gekocht, gespielt, gelesen, begleitet, zugehört, abgebaut und aufgeräumt haben. Ohne euch wäre der Tag nicht möglich gewesen!“
Schirmherr war Landrat Timo Gaarz, der beide Veranstaltungsteile eröffnete. Träger war der Oldenburger Sportverein von 1865 e. V., gefördert von der Stadt Oldenburg in Holstein, dem Kreis Ostholstein und der Cornils-Stiftung. 2026 geht es weiter – am 18. September in Bad Schwartau.
Wer sich beteiligen möchte, kann sich schon jetzt melden: info@inklusive-jugendarbeit-oh.de
Weitere Beratungsstellen/ Kontaktdaten der Sozialverbände in Schleswig Holstein
Behindertenbeauftragte der Stadt Oldenburg in Holstein
Kuhtorstraße 13
23758 Oldenburg in Holstein
- Telefon: 0173 88 33 688
- E-Mail: E-Mail
Adolf-Westphal-Straße 4
24143 Kiel
- Telefon: 0 043 1 - 98 80
Landesamt für soziale Dienste Schleswig-Holstein
Große Burgstraße 4
23552 Lübeck
- Telefon: 0 45 1 - 14 06 0
Moislinger Allee 1 – 3
23558 Lübeck
- Telefon: 0 045 1 - 58 19 18
Segeberger Straße 10
23617 Stockelsdorf
- Telefon: 0 45 1 - 40 79 50 20
Göhler Straße 39–41
23758 Oldenburg in Holstein
- Telefon: 0 43 61 - 90 88 11
Markt 22–23
23758 Oldenburg in Holstein
- Telefon: 04361 - 50 81 90
- Fax: 04361 - 50 81 92 56 05
Pflegestützpunkt im Kreis Ostholstein
Kuhtorstraße 13
23758 Oldenburg in Holstein
- Telefon: 0 43 61 - 620 09 85
- E-Mail: E-Mail
- E-Mail: E-Mail
Lebenshilfe Ostholstein e. V.
Der Zweck wird insbesondere verwirklicht durch die Schaffung und den Betrieb von Einrichtungen und Beratungsstellen wie
- Frühförderstellen und Familienzentren
- Kindertagesstätten und Schulen
- Familienentlastende Dienste
- Ferien- und Freizeitangebote für Menschen mit Behinderung, Kinder und Jugendliche
- Heilmittelpraxen