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3. Wirtschaftsforum Oldenburg in Holstein: Fachkräftesicherung und Austausch standen am 17. April im Mittelpunkt

Rund 50 Teilnehmende aus Wirtschaft, Verwaltung und regionalen Institutionen folgten der Einladung der Stadt Oldenburg in Holstein zum
3. Wirtschaftsforum, das in Kooperation mit der IHK zu Lübeck im Gewerbezentrum Oldenburg in Holstein stattfand. Im Mittelpunkt stand das Schwerpunktthema Fachkräftesicherung.

Austausch, Vernetzung und gemeinsame Perspektiven
Bürgermeister Jörg Saba und Dr. Can Özren, Pressesprecher der IHK zu Lübeck, eröffneten die Veranstaltung und betonten, dass die Herausforderungen rund um die Fachkräftesicherung alle Unternehmens- und Organisationsarten gleichermaßen betreffen – von kleinen und mittleren Betrieben über Handwerksunternehmen bis hin zu Großbetrieben sowie Verwaltungen und Behörden. Sie unterstrichen zudem, wie wichtig eine starke regionale Vernetzung ist, um voneinander zu lernen, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam tragfähige Lösungen für die Fachkräftesicherung zu entwickeln.

Dr. Özren führte anschließend als Moderator durch das Programm. Das Wirtschaftsforum bot Unternehmen, Gewerbetreibenden und weiteren Akteurinnen und Akteuren der regionalen Wirtschaft vielfältige Möglichkeiten, miteinander ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen und Synergien zu entwickeln.

Fachliche Impulse: Zahlen, Strategien und Praxistipps
Den inhaltlichen Auftakt gestaltete Laura Sonnen, Referentin für Fachkräftesicherung International bei der IHK zu Lübeck. Sie präsentierte zentrale Ergebnisse des IHK‑Fachkräftemonitors und zeigte auf, wie Unternehmen vorhandene Potenziale besser nutzen, Arbeitsvolumen sichern und Erfahrungswissen halten können. Dabei machte sie deutlich, dass Fachkräftesicherung verschiedene Handlungsfelder umfasst – vom Wissenstransfer zwischen jungen und erfahrenen Mitarbeitenden über Mentoringprogramme bis hin zu flexiblen Arbeitsmodellen, die es ermöglichen, Familie und Erwerbsarbeit besser zu vereinbaren.

Im Anschluss richtete Alexander Karnebogen, Geschäftsführer der Junge Wilde Academy, den Blick auf die betriebliche Praxis. In seinem Vortrag „Fachkräftemangel oder Führungsfrage?“ beleuchtete er Erwartungen junger Talente, Entwicklungspotenziale und die Chancen, die im Zusammenspiel der Generationen liegen. Er machte deutlich, dass Fachkräftesuche und -sicherung Chefsache sind und weit über klassische Personalgewinnung hinausgehen. Entscheidend seien emotionale Bindung, Sinnhaftigkeit der Aufgaben, Wertschätzung und persönliche Beziehungen, die Führungskräfte aktiv gestalten müssen. Veränderungen müssten zudem nachhaltig angelegt sein, um Wirkung zu entfalten. Besonders betonte Karnebogen, wie wichtig es ist, jungen Menschen Orientierung zu geben und ihnen klare Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen.

Praktikumsbörse im Hansebelt
Mit einem Informationsstand präsentierte die EGOH (Entwicklungsgesellschaft Ostholstein mbH) die Praktikumsbörse des Hansebelts. Tina Theresa Kohlhof und Paula Carlotta Schlicht erläuterten, wie Unternehmen über die kostenfreie Plattform Nachwuchskräfte erreichen können. Die Börse bündelt verschiedene Praktikumsangebote in der Region Hansebelt; Unternehmen können ihre Stellen dort direkt einstellen.

Vernetzung 
Beim anschließenden Mittagsimbiss nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Der Networking‑Teil bildete erneut einen zentralen Baustein des Wirtschaftsforums. Besonders der Austausch zwischen unterschiedlichen Branchen und Institutionen erwies sich als wertvoll. Das Format soll zugleich den regelmäßigen Dialog zwischen Stadt und Wirtschaft stärken und weiterführen.

Ausblick: 4. Wirtschaftsforum Oldenburg in Holstein
Das nächste Wirtschaftsforum Oldenburg in Holstein ist für den 6. November 2026 geplant. Die Stadt Oldenburg in Holstein bedankt sich bei allen Teilnehmenden und der IHK zu Lübeck für die erfolgreiche Zusammenarbeit.

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