Erlaubnis für den gewerblichen Umgang und Verkehr mit explosionsgefährlichen Stoffen beantragen
Nr. 99089006001000Als Unternehmerin oder Unternehmer beziehungsweise als Selbstständige oder Selbstständiger benötigen Sie eine Erlaubnis, um beispielsweise mit folgenden explosionsgefährlichen Stoffen umzugehen oder zu handeln:
- Explosivstoffe wie Sprengstoffe oder pyrotechnische Sätze
- Nitrozellulosepulver (NC-Pulver) oder Schwarzpulver
- Bühnenpyrotechnik beziehungsweise technische Pyrotechnik
- Feuerwerkskörper der Kategorie F3 und F4
- Feuerwerkskörper der Kategorie F 2, die nach der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz als erlaubnispflichtig aufgeführt sind, beispielsweise mit Blitzknallsatz
Die Erlaubnis gestattet Ihnen, die explosionsgefährlichen Stoffe:
- herzustellen
- zu bearbeiten
- zu verarbeiten
- wiederzugewinnen
- zu vertreiben
- anderen zu überlassen
- zu befördern
- zu versenden
Durch die behördliche Erlaubnis wird sichergestellt, dass nur die Personen zu explosionsgefährlichen Stoffen Zugang erhalten, die die Anforderungen an einen sicheren Umgang erfüllen.
Ansprechpunkt
Wichtiger Hinweis:
Für die Beantragung einer Erlaubnis für den gewerbsmäßigen Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen gemäß § 7 SprengG über den Einheitlichen Ansprechpartner Schleswig-Holstein steht Ihnen ein elektronischer Antragsassistent zur Verfügung.
Erforderliche Unterlagen
- gültiger Personalausweis oder Reisepass
- Fachkundenachweis oder nachgewiesene fachkundige Person (Befähigungsscheininhaberin oder Befähigungsscheininhaber)
-
Beschreibung der beabsichtigten Aufbewahrung, zum Beispiel:
- technische Dokumentation
- Fotonachweise
- Lagerplan
- Gegebenenfalls müssen Sie weitere Informationen und Nachweise zu den vorhandenen Lagermöglichkeiten der explosionsgefährlichen Stoffe vorlegen.
-
Nachweise Ihrer Zuverlässigkeit, zum Beispiel Führungszeugnis
- Im Rahmen des Nachweises der Zuverlässigkeit kann die zuständige Behörde Auskünfte beispielsweise von der Polizei, der Staatsanwaltschaft und der Verfassungsschutzbehörde einholen.
-
Wenn Sie beziehungsweise die sachkundige Person aus dem Ausland kommen:
- Bescheinigung in beglaubigter Übersetzung der zuständigen Justiz- oder Verwaltungsbehörde des Heimat- oder Herkunftslandes, die eine Beurteilung der Zuverlässigkeit ermöglichen, zum Beispiel Strafregisterauszug
- Gegebenenfalls verlangen regionale Sprengstoffbehörden weitere Unterlagen.